Hypoglykämie

Unterzuckerung

Der Blutzuckerspiegel wird vom Körper innerhalb enger Grenzen gehalten. Der Organismus realisiert damit eine jederzeit ausreichende Versorgung mit Energie. Die Nahrungsmittel die wir aufnehmen werden in Einfachzucker (Glucose) zerlegt und dienen dem Körper als Brennstoff. Die Glucose wird den Zellen mittels Insulin zugänglich gemacht. Es wirkt als Türöffner ohne den der Zucker nicht aus dem Blut in die Zellen übertreten könnte. Während die Zellen Energie für die Erfüllung ihrer Aufgaben verbrauchen sinkt der Blutzuckerspiegel. Der Pankreas reguliert die dafür notwendige Menge Insulin. Arbeitet der Körper über einen längeren Zeitraum sinkt der Blutzuckerspiegel weiter und ab einem bestimmten Punkt verspüren wir Hunger. Andererseits sorgt Cortisol und Adrenalin für die Mobilisation gespeicherter Energie und damit für einen ansteigenden Blutzuckerspiegel. Es wird insbesondere dann benötigt, wenn dem Körper keine Nahrungsmittel mehr zur Verfügung stehen um den Energiebedarf zu decken. Die Nebennieren müssen verstärkt arbeiten um den Blutzucker aus den Reserven anzuheben.

Menschen mit Adrenal-Fatigue können die benötigte Menge Cortisol unter Umständen nicht mehr zur Verfügung stellen. Das bedeutet, dass der Blutzuckerspiegel nicht innerhalb der engen Grenzen reguliert werden kann und er zu weit absinkt. Dies macht sich mit verschiedenen Symptomen bemerkbar. Als erstes verspüren wir Müdigkeit, da den Zellen keine Energieträger mehr bereitgestellt werden. Fällt der Blutzuckerspiegel weiter können Benommenheit und Schwindel auftreten. In stressigen Situationen wird diese Lage noch verschärft. Der Körper versucht schnell weitere Energie zu generieren und produziert Insulin, um den Zucker in die Zellen zu bekommen. Damit verschärft sich die vorhandene Hypoglykämie noch.

Meistens entsteht eine Unterzuckerung zwischen den Mahlzeiten um 10-12 Uhr und 15-16 Uhr. Als Resultat werden häufig schnell zugängliche Energieträger gegessen oder stimulierende Getränke wie Kaffee oder Cola getrunken, die die Nebennierentätigkeit anregen. Einfache Kohlenhydrate und Zucker eignet sich besonders um den Blutzuckerspiegel schnell anzuheben. Dabei entstehen Blutzuckerspitzen, die einen schnellen Energiegewinn ermöglichen und so einen Energieschub ergeben. Leider wirkt dieser nur eine relativ beschränkte Zeit. Nach ein bis zwei Stunden sinkt der Blutzuckerspiegel noch unter das alte Niveau ab. Wiederholt sich dies den ganzen Tag ist unser Körper am Ende total erschöpft.

Es ist daher wichtig einen Speiseplan einzuhalten der einen möglichst geringen glykämischen Index aufweist. Das bedeutet Nahrungsmittel zu bevorzugen, die Glucose nur langsam abgeben. Kontraproduktiv sind schnell verwertbare Kohlenhydrate wie Nudeln, Brot und Zucker (daher auch keine Softdrinks!). Soweit Getreideprodukte verzehrt werden sollten es Vollkornprodukte sein. Ansonsten sind andere Nahrungsmittel vorzuziehen. Hochwertige Proteine (Fisch, Fleisch), tierische Fette, viel Gemüse und auch Rohkost sind zu empfehlen. Einige weitere Tipps zu einer angebrachten Ernährung.

Eine weitere Möglichkeit besteht in der Nutzung des Zuckerersatzstoffes Xylitol oder Xylit. Dies ist ein natürlicher Zuckeralkohol der vom menschlichen Organismus produziert wird. Der Vorteil besteht darin, dass er weitgehend unabhängig von Insulin verstoffwechselt wird und daher auch für Diabetiker geeignet ist. Xylitol bringt den Blutzuckerspiegel daher nur sehr wenig ins Schwanken. Ein weiterer positiver Aspekt liegt in seiner kariostatischen Wirkung. Er hemmt das Wachstum der den Karies verursachenden Bakterien (Streptococcus mutans) und unterstützt die Remineralisierung des Zahns. Xylit kann fast 1:1 wie normaler Haushaltszucker verwendet werden und ist genauso süß, nur Hefeteig wird damit nichts werden (auch diese Bakterien sterben ab). Anfangs bitte nicht mehr als 30g konsumieren da Xylitol sonst eine abführende Wirkung hervorrufen kann (Gewöhnung tritt ein) und NICHT an Hunde, Kaninchen etc. verfüttern! Möglich ist eine regelmäßige Zahnpflege mit Spülungen oder zum Zähneputzen. Dazu am besten reines Xylitol Pulver verwenden. (Wer Xylitol und/oder anderes nicht verträgt, sollte sich event. mal die naet-Allergie-Methode anschauen)

Bei schwerwiegenderen Formen der Adrenal-Faigue und großen Problemen mit dem Blutzucker können Produkte wie Glucobalance oder Bio-Glycenzyme-Forte hilfreich sein. Sie unterstützen den Körper mit wichtigen Nähr- und Rohstoffen bei der Blutzucker-Regulierung. Ein wichtiges Mineral dabei ist der Glucose-Toleranzfaktor (GTF) mit Chrom aber auch Zink und Mangan.

Symptome einer (reaktiven) Hypoglykämie können sein:

  • Schwäche
  • Abgeschlagenheit
  • Ohnmacht- und Schwindelgefühl
  • Nervosität, Reizbarkeit, Zittern, Angstgefühl
  • Depression
  • Vergesslichkeit
  • Verwirrtheit und Konzentrationsmangel
  • Herzjagen und Schwarzwerden vor den Augen.

 

Gerade das Gehirn reagiert empfindlich auf schwankende Blutzuckerspiegel, da es keine Glucose speichern kann und besonders viel Energie benötigt. Es verliert an Leistungsfähigkeit und es können sich psychisches und körperliches Verhalten ändern. Um den Blutzuckerspiegel konstant zu halten sollte man auch mehrmals am Tag kleinere Mahlzeiten zu sich nehmen. Es kann sogar angebracht sein abends vor dem Schlafengehen nochmals eine Kleinigkeit zu essen, um die Nacht zu überstehen. Morgens sollte das Frühstück nicht ausgelassen werden.

Bei einer ernährungsbedingten Hypoglykämie kann auch der Pankreas stark belastet werden. Er ist ständig gefordert hohe Insulinmengen freizusetzen. Das kann zu einer verminderten Sensibilität des Körpers führen und den Blutzuckermechanismus stören.

 

Links zur Hypoglykämie:


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